Versteckter Zucker: Wie viel Zucker isst du täglich?

Hey Sweetie,

hast du schon einmal bewusst darauf geachtet, wie viel Zucker du täglich isst? Und weißt du, wie viel Zucker für deinen Körper genug ist?

Vor knapp 2 Jahren habe ich das erste mal aufgeschrieben, was ich ungefähr den Tag über an Zucker gegessen habe. Ich bin eigentlich immer noch ein bisschen geschockt darüber. 😉 Ehrlicherweise dachte ich auch nicht, dass ich mich total ungesund ernähre. Wenn mich jemand gefragt hätte, ob ich eher der Süßigkeiten- oder der Chips-Typ bin, hätte ich letzteres geantwortet. Ich hatte nicht nur offensichtlich Süßes auf meinem Teller, sondern hauptsächlich versteckter Zucker.

(M)ein Tag voller Zucker aus alten Zeiten:

Zucker im Frühstück
Fruchtjoghurt (250 g Becher) – 35 g Zucker
Frühstückssaft (200 ml) – 17 g Zucker
Brot mit Honig – 17 g Zucker

Zucker im Mittagessen
Tomatensauce (1 Tasse) – 10 g
Apfelsaftschorle (250 ml) – 16 g Zucker
(mindestens 😉 ) 1 Schokoriegel – 25 g Zucker

Snacks – über den ganzen Tag verteilt
Süßigkeiten wie Kekse und Gummibärchen ca. 1 Hand voll – 21 g Zucker

Zucker im Abendessen
Salatdressing – 7 g Zucker

Jaaaa, das sind zusammengerechnet 148 g Zucker. Klingt viel? Ist das viel? (ja gut, das habe ich ja eigentlich schon oben verraten)

 

Wie viel Zucker ist gesund?

Dass meine 148 g Zucker zu viel sind, können wir uns ja (leider) schon denken. Aber wie viel sind 148 Gramm Zucker eigentlich? Ich kann mir Mengen immer besser in Teelöffeln vorstellen.

1 Teelöffel = 4 Gramm Zucker

d.h. meine 148 Gramm Zucker = 37 Teelöffel

Wenn ich mir vorstelle, aus einer Packung Haushaltszucker 37 Teelöffel Zucker zu essen, finde ich das kaum vorstellbar. Das hätte ich auch so nie getan.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 6 Teelöffel.* Und über die sichtbaren Konsequenzen von zu viel Zucker sind sich da auch die meisten einig: Mehr Zucker = mehr Gewicht.*

Ich bin übrigens mit meinem hohen Zuckerkonsum nicht alleine. Laut Angaben des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft essen wir Deutsche durchschnittlich rund 90 g Zucker pro Tag. Das sind gut 22 Teelöffel.

Für meinen früheren Tagesplan bedeuten die Werte, dass eigentlich nach meinem Becher Fruchtjoghurt mit 35 Gramm Zucker, spätestens aber nach meinem Frühstückssaft, die empfohlene Maximaldosis erreicht wäre. Beim Frühstück.
(Und ich habe noch nicht einmal ganz offensichtlich Süßes wie Cornflakes, Nutella oder Marmelade gegessen.)

 

Dein Test: Wie viel Zucker isst du täglich?

Hier habe ich für dich eine kleine Aufgabe:

Schreibe mal einen Tag lang deinen Zuckerkonsum auf. (Vielleicht schon morgen? 🙂 )

Vielleicht hast du jetzt Gedanken wie „Ach, ich weiß ja eh, dass es zu viel sein wird“ oder „das ist mir jetzt zu blöd, ich versuch einfach mal drauf zu achten“. Diese Gedanken hatte ich auch.

Aber bitte glaube mir, die Zahlen tatsächlich auf Papier (oder auf dem Smartphone) zu sehen, wird eine völlig andere Wirkung haben, als einfach nur „im Kopf“ mitzurechnen. Sich jede Mahlzeit mit der Frage zu konfrontieren, wieviel Zucker enthalten ist, und das Ergebnis festzuhalten, lässt dich noch besser erkennen, was du isst.

Mich hat es wachgerüttelt.

Ich habe auch viel mit meinen Freunden darüber geredet und wir waren wirklich erstaunt, wieviel Zucker sich in vermeintlich gesunden Lebensmitteln versteckt. Halte mich für naiv, aber ich war mir nicht bewusst, dass ich durch Fruchtsäfte reinen Zucker in mich reinschüttete. Wirklich nicht. Da hätte ich wohl auch Cola trinken können.

Und ein kleiner Hinweis: Auch wenn auf Fruchtsaft der Hinweis „kein zugesetzter Zucker“ steht, ist Zucker enthalten. Zwar kein Haushaltszucker, aber natürlicherweise enthält Obstsaft Zucker. Hauptsächlich Fruktose. Und diese Fruktose kommt nicht mehr mit Faserstoffen (wie Schalen z.B.), die die Aufnahme in das Blut verlangsamen. Nein, der Zucker kommt ungebremst. Warum es in unserem Körper einen großen Unterschied macht, ob wir einen Apfel essen oder Fruchtsaft trinken, habe ich hier für dich aufgeschrieben: „Über Fruchtzucker und Diäten“.

Deshalb meine Bitte an dich: Nimm dir einen Tag für dieses Experiment. Schreibe deine Zuckerzahlen auf.

Gerne kannst du mir schreiben, was bei dir rausgekommen ist und was dich am meisten überrascht hat.

Damit du nicht (wie es mir lange Zeit ging) in die Zuckerfalle gerätst, checke immer die Lebensmitteletiketten.

Warum es sich lohnt, einen Blick auf unseren Zuckerkonsum zu werfen, habe ich in meinem Blogpost „Von zuckersüchtig zu 100% zuckerbewusst. Du kannst das auch!“ beschrieben.

In einem meiner nächsten Blogposts erkläre ich die verschiedenen Zuckerarten und zeige, welche unbedingt in eine gesunde Ernährung gehören.

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Bis nächstes Mal. Ich freue mich!

Deine Ina

*Interessiert? Hier habe ich noch für dich noch mehr Infos: Im März 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die neue Richtlinie für die Zuckerzufuhr von Erwachsenen und Kindern veröffentlicht. Darin empfiehlt sie die Tagesdosis an Zucker auf 25 Gramm zu reduzieren. Maximal sei der Zuckerkonsum auf 50 Gramm pro Tag zu beschränken. Dabei muss du wissen: Die Berechnung der 25 Gramm erfolgen auf der Grundlage eines Menschen, der durchschnittlichen 2000 kcal zu sich nimmt. Die 50 Gramm entsprechen 10 % dieser Kalorien pro Tag. Hier findest du die Seite der WHO und der Richtlinie (englisch).

Foto: © humbak / Depositphotos.com (ID 38117683)

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2 thoughts on “Versteckter Zucker: Wie viel Zucker isst du täglich?

  1. Martina

    Ich verzichte seit 3 Jahren komplett auf Zucker und esse Zucker eigentlich nur in Form von Fruchtzucker. Es geht erstaunlich gut und mir fehlt nichts. Ich liebe frische Zutaten und koche täglich frisch, da weiß ich immer ganz genau, was für Stoffe darin enthalten sind. Liebe Grüße Martina 🙂

    Antworten

    1. Ina
      Ina

      Hallo liebe Martina,
      vielen Dank für deinen Kommentar hier! Toll zu hören, dass du schon sooo lange Zeit auf Zucker achtest und es dir dabei so gut geht. Freut mich riesig zu hören! Und, du hast völlig recht, frisch zu kochen ist einfach ein (sehr gesunder 😉 ) Genuss.
      Ich denke, dass der Anfang einer Ernährungsumstellung immer das schwierigste ist, aber die Belohnung dafür ist umso schöner! 🙂
      Viel Freude dabei weiterhin,
      herzliche Grüße!
      Deine Ina 🙂

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