Isst du eigentlich noch Obst? – Über Fruchtzucker und Diäten

Obst in Scheiben

Hey Sweetie,

vielleicht hast du schon mal in Diät-Ratgebern, Magazinen und Ernährungsprogrammen gelesen, dass sehr genau auf Obst geachtet oder sogar ganz verzichtet werden sollte?

„Ist Obst essen beim Abnehmen erlaubt?“, „Der Dickmacher Banane“ und „Dieses Obst ist TABU“ sind nur einige Schlagzeilen, die mir bei meinem Streifzug durchs Internet ins Auge sprangen.

An dem Thema Obst und Abnehmen scheiden sich die Geister.

Seit ich meinen Blog gestartet habe, werde ich immer wieder gefragt, ob ich bei meiner zuckerbewussten Ernährung überhaupt noch Obst esse. Meine Antwort ist immer ein „JA, aber natürlich!“ Heute möchte ich dem Thema Obst einen ganzen Blogpost widmen und ein paar Ernährungsmythen aufklären.

Warum kommt eigentlich immer wieder das liebe Obst unter die kritische Lupe der Diät-Entwickler? Was steckt hinter der Angst, Obst beim Abnehmen zu essen? Und stimmen die Aussagen derer, die vor Obst in Diäten regelrecht warnen?

Hier kommt für dich ein kleiner Faktenckeck:

1. Obst ist voller Zucker?

Richtig ist: Obstsorten enthalten Kohlenhydrate. Insbesondere: Fruktose und Glukose. Fruktose ist die Bezeichnung für einen Einfachzucker, dem Fruchtzucker. Dieser kommt ganz natürlicherweise im Obst vor. Einige Obstsorten enthalten mehr, andere weniger Fruchtzucker. So kommt eine Banane auf durchschnittlich 12 g Zucker pro 100 g, wohingegen Heidelbeeren mit 6 g Zucker nur halb soviel enthalten.

Falsch ist jedoch der Rückschluss daraus, dass Obst deshalb mit Cola zu vergleichen ist (Cola hat 9 g Zucker / 100 ml). Denn Zucker ist hier nicht gleich Zucker.

Warum? Für den Abbau von einer natürlichen Menge an Zucker (sowohl Fruchtzucker als auch Traubenzucker) ist ein gesunder, menschlicher Organismus bestens ausgerüstet. Bei einer regelrechten Zuckerflut beim Trinken von Cola oder Essen von einer Menge Süßigkeiten stößt unser Körper jedoch an seine Belastungsgrenze. Zudem liefern die meisten Süßigkeiten, Softdrinks & Co. nur „leere Kalorien“. Das heißt außer einer Menge Zucker beinhalten sie keinerlei weitere Nährstoffe, weder Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente, geschweige denn Ballaststoffe, die sich positiv auf Blutzuckerschwankungen auswirken. Das sieht bei Obst natürlich ganz anders aus.

2. Obst macht dick?

Richtig ist: Wie ich oben schon ein bisschen erklären konnte, steckt in den Obstsorten unterschiedlich viel Fruktose und Glukose. Die Wirkungen von zu viel Zucker habe ich hier schon einmal erklärt. Übergewicht ist eine der möglichen Folgen. Denn überschüssige Energie (aus dem Zucker) wird gespeichert. In Fettgewebe. Und das leider an den unmöglichsten Stellen unseres Körpers. 😉

Falsch ist, Obst komplett aus der Ernährung zu streichen. Denn Obst liefert mit seinen Fasern und der Schale auch wertvolle Ballaststoffe, die das Steigen des Blutzuckerspiegels verlangsamen. (Übrigens enthalten herkömmliche Säfte aus dem Supermarkt leider kaum Ballaststoffe mehr. Daher Achtung: Zuckerfalle!) Außerdem ist nicht nur der Zuckeraspekt bei dem Verzehr von Obst zu betrachten. Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien werden ebenfalls durch die süßen Früchte in unseren Körper befördert. Auch für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. ist Obst ein fester, täglicher Bestandteil in unserer Ernährung (hier geht es zu den 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung der DGE).

Wie du siehst, ist ein kompletter Verzicht auf Obst grundsätzlich weder erforderlich noch zu empfehlen. Um dennoch die Wirkungen von dem in Obst enthaltenen Zucker im Auge zu behalten und Früchte weiter auf eine völlig gesunde Art und Weise genießen zu können, habe ich zwei Tipps für dich:

→ Tipp #1: Obst mit Ballaststoffen kombinieren

Einen „Sugarrush“ und damit eine Blutzuckerspitze lässt sich mit der Kombination mit Ballaststoffen etwas abfedern. Die Blutglukosekonzentration steigt langsamer und gleichmäßiger an. In meine Müslischüssel und meinen Smoothie-Maker landen daher neben vielen bunten Früchten auch Haferflocken. Auch die Schalen von Obst enthalten Ballaststoffe.

 Tipp #2: In Maßen genießen – die Menge macht’s 🙂

Um die gesunden Vorteile von Obst voll genießen zu können, ist es am besten, die süßen Früchtchen in Maßen zu genießen. Nach der Empfehlung „5 a day“ sollten 2 Portionen Obst mit 3 Portionen Gemüse kombiniert werden. Ich sehe Obst daher als meine natürliche Süßigkeit und freue mich jeden Tag wieder auf meine „sweet treats“.

Heute konnte ich hoffentlich die aufschreienden Diät-Nachrichten etwas entkräftigen. Obst ist ein wunderbares natürliches Lebensmittel voller Vitamine und Mineralstoffe. Es sollte – trotz seines Zuckergehalts – definitiv in keinem Ernährungsplan (bzw. im Alltag) fehlen. Mit der Ergänzung von Ballaststoffen beim Obstessen kannst du jetzt ganz einfach das beste aus den Früchtchen herausholen. Für deine Gesundheit und deine gute Laune.

Bis nächstes Mal. Ich freue mich!

Deine Ina

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One thought on “Isst du eigentlich noch Obst? – Über Fruchtzucker und Diäten

  1. Jan-Marco

    Dank Dir, Sweetie, für die Aufklärung. Ich höre und lese auch immer viel über und gegen Früchte und Säfte. Mein Bauch sagte mir bisher, so ungesund können Obst und Säfte nicht sein, aber dank Deinem Artikel wieder mal was gelernt.
    Spannend fand ich so einen Beitrag auch mal zu den verschieden Fetten und Ölen.

    Sonnige Grüße und weiter so!

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